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Inhalt des Archivs:

* Bericht vom "Besuch bei den Wölfen" von Noah-Lewin

* Bericht vom Besuch bei Highvolt von Paul Glaus

* Bericht vom Besuch beim Museumstag in Kamenz von Elias Troska

* Bericht vom Rugbyspiel von Alexander

* "Politik live erleben"  ein Bericht vom Besuch im sächsischen Landtag von Philipp Immler

* Bericht vom Memoryday von Katrin Hänsel

* Download der Geschichte von Deutsch-Ossig

* Aufgaben aus dem Adam-Ries-Haus

* "Wer hat Aschenbrödels Kleid entwendet" Nachtrag von Fam. Förster

* "Was bitte macht der Vorstand des DGhK?" Recherchen von Frau Wanzek und Frau Schmidt

* "Ein Tag im Grassi-Museum" Bericht von Felix Grillmeyer

*"Fluten von Nudeln" ein Bericht von Elias Troska

 

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Politik live erleben – unser Besuch im Sächsischen Landtag

Wie sieht der Alltag eines Abgeordneten aus? Wozu sind Plenarsitzungen eigentlich wirklich da? Zu all diesen und noch vielen anderen interessanten Fragen rund um das Thema Politik konnten wir am 21. Mai Antworten, „direkt an der Quelle“ erhalten. Dank des organisatorischen Engagements von Frau Wanzek (DGhK Görlitz) hatten wir, „interessierte Schüler“ vom Gymnasium Dresden Plauen, sowie aus einigen Schulen aus dem Großraum Görlitz, die Möglichkeit, den Abgeordneten im Landtag während einer Plenarsitzung über die Schulter schauen zu können. Bei einer kurzen, thematischen Einführung, durch zwei Studenten der TU Dresden, erfuhren wir einige Details über den Ablauf der Sitzung. Zu Beginn hielt ein sächsischer Minister eine Rede (Regierungserklärung), in der er in höchsten Tönen die Entwicklung Sachsens seit der letzten Wahl lobte. Bei einigen von ihm angeführten Punkten, war verhaltenes Gelächter seitens der Opposition zu hören, ansonsten machte aber niemand von seinem Recht Gebrauch, Zwischenfragen zu stellen. Manche der Volksvertreter lasen Zeitung, einer spielte sogar Flappy Bird! Anschließend erhielt ein Politiker der Linken das Wort, der sich hauptsächlich über organisatorische Probleme beim Bau des Gerichtsgebäudes in einer erzgebirgischen Stadt beschwerte. Nach 45 Minuten Zuhören stand für mich, wie auch für zahlreiche andere Mitschüler fest, dass Politik auf Länderebene wohl unglaublich langweilig sein muss – zumindest war dies bei der besuchten „Debatte“ der Fall. Der promovierende Politikwissenschaftler, der uns begleitetete, meinte hierzu, dass die gesamte Debatte nur dazu diene, die Positionen der Parteien dem Bürger vorzuführen. Glücklicherweise konnten wir anschließend drei Abgeordneten (CDU, FDP und LINKE) aus der Oberlausitz Fragen stellen. Während die Repräsentanten von CDU und FDP weitgehend einer Meinung waren, brachte sich die Abgeordnete der Linken sehr kontrovers in die Diskussion ein. Die, meiner Meinung nach,  faszinierendste, sinngemäße Aussage, wurde durch den CDU-Politiker getätigt. Er sei vor allem Sozialpolitiker und könne deshalb die Verhandlungen zu Freihandelsabkommen mit den USA nicht beurteilen. Es ist schon irritierend, wenn ein Realpolitiker nicht auch nur annähernd zu einer in den deutschen Medien diskutierten,  politischen Thematik  Stellung beziehen kann…  Anschließend übergaben die Görlitzer Schüler dem Umweltminister eine Unterschriftenliste, die im Rahmen eines Projektes im „Wintercamp“ der DGhK entstanden ist. Alles in allem war es ein gelungener Tag, der uns wieder einmal Einblicke in das Tagesgeschehen der sächsischen Landespolitik gegeben hat.

 

von Philipp Immler

 

 

Die sieben Zwerge, ein Hoffnungsschimmer und ein Big Mac von McDonalds - Gedächtnistrainer Gregor Staub verblüfft Görlitzer SchülerInnen, Eltern und PädagogInnen

Am 16. Mai 2014 fand in der Aula des Annengymnasiums der Mega-Memory-Tag statt.  Am Vormittag erfuhren die Gymnasiasten und Gymnasiastinnen, dass sich Lernen und Flow nicht widersprechen. Nachmittags gab es eine Fortbildung für PädagogInnen und am Abend waren auch Eltern und Kinder einer offenen Vorführung restlos begeistert und die Aula restlos ausverkauft.

Ich selbst besuchte die Veranstaltung am Nachmittag. Zwanzig Begriffe vorwärts und rückwärts, die Namen aller amerikanischen Präsidenten der Jahre 1953 bis heute in der richtigen Reihenfolge, die Bundesstaaten von Amerika - all das könne sich jede/r locker innerhalb weniger Minuten merken, behauptet der Schweizer Gedächtnistrainer Gregor Staub. Die vorgestellte Lernmethode stützt sich auf das Verknüpfen von Wissen mit bestimmten Bildern, mit denen sich Namen, Vokabeln und Zahlen leichter einprägen lassen. Nachdem zehn, aus dem Publikum zugerufene Begriffe, darunter ‚Hoffnungsschimmer‘ innerhalb kurzer Zeit an unserem Körper abgelegt waren, sie problemlos vorwärts und rückwärts abgerufen werden konnten, wurde das Experiment erweitert. Die nächsten zehn Begriffe, in dem Fall amerikanische Präsidenten, wurden verschiedenen Orten in der Aula zugeordnet. Auch das gelang spielend und es war vorstellbar, sich nach dieser Methode mit viel Spaß noch etliche Begriffe mehr einzuprägen.

Auch die Landkarte Amerikas konnte durch eine witzige Bildgeschichte innerhalb von zehn Minuten in unser Gehirn gespeist werden. Und das klappte in etwa so: „Ein Eisbär spielt Eishockey, nicht mit einem Puck, sondern mit einem Big Mac von McDonalds. Ich stehe daneben mit einer Tortilla in der Hand. Da kommt jemand und wünscht mir ‚Guten Appetit‘. Ich frage: „Kommst du aus der Berliner Szene?“. Der Mann holt ein Maschinengewehr und feuert eine Salve in die Luft. (…)“ Und schon saßen Alaska (Eisbär), Kanada (Eishockey), USA (Big Mac), Mexiko (Tortilla), Guatemala (Guten Appetit bzw. Gutes Mahl), Belize (Berliner Szene) und El Salvador (Salve) und all die anderen Bundesstaaten Amerikas. Der Lernerfolg lag bei einhundert Prozent. Die Frage an die anwesenden GeographielehrerInnen, wie lange denn normalerweise SchülerInnen brauchten, sich das einzuprägen, wurde mit: „So manche/r schaffe das nie“, beantwortet. Dabei macht es wahnsinnigen Spaß, sich zu dem Lernstoff fantasiereiche Geschichten auszudenken.

Und tatsächlich ist es so, dass man diese Geschichten auch nicht mehr vergisst. Gleich in der folgenden Woche brachte ich diese in unsere Teamberatung an der Neißegrundschule ein und konnte so auch meine MitarbeiterInnen begeistern. So kann sich eine ganze Klasse Lernstoff zu einhundert Prozent durch das Ausdenken fantasievoller lustiger Geschichten innerhalb kurzer Zeit aneignen und durch Wiederholung auch dauerhaft merken. Auch ein Fingertrick beim Üben des Neunereinmaleins imponierte mir gleichermaßen wie in der Folgewoche Kindern aus unserer Schule.  

Die Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern, die Abendveranstaltung besuchten, schwärmten am Montag in der Schule. Durch sie bin ich um eine Geschichte reicher, eine Geschichte über die EU-Länder.

Geradezu spielerisch erklärte Herr Staub, wie wir uns selbst zwanzigstellige Zahlen merken oder dreistellige in rasantem Tempo multiplizieren können. So bedient man sich auch beim Merken von Zahlen Bildern, wie beispielsweise ‚Baum‘ für 1, ‚Lampe‘ aufgrund der zwei Schaltmöglichkeiten für 2, ‚Hocker‘ für 3, ‚Auto‘ für 4, ‚Hand‘ für 5, ‚Würfel‘ für 6, ‚Zwerge‘ für 7, ‚Achterbahn‘ für 8, ‚Katzenschwanz‘ für 9 usw.

Nach Ende der Veranstaltung von nur neunzig Minuten hatte ich erstens spielend gelernt und war zweitens überzeugt, dass mein Gedächtnis wesentlich besser ist, als ich es erwartet hatte. Ich für meinen Teil werde weiter trainieren und hoffe, mir und Kindern, mit dieser Methode die Freude und die Leichtigkeit am Lernen zu erhalten.

Gedächtnistrainer Gregor Staub selbst flog übrigens, so erzählte er, mit 16 von der Schule, weil er sich nichts merken konnte. Nach einem Erlebnis am Züricher Flughafen kam es zu einem Schlüsselerlebnis. Nachdem er von einer Dienstreise zurückgekehrt, mehr als eine Stunde im Parkhaus nach seinem Auto suchte, fiel ihm in Verbindung mit einem metallischen Geräusch, dass durch das verzweifelte Schlagen an einen Eisenpfahl erzeugt wurde, ein, dass er ja mit dem Zug gekommen war. Seitdem beschäftigt er sich mit antiken Lerntechniken und entwickelt sie weiter.

Katrin Hänsel

Für alle, die diese Veranstaltung verpasst haben oder diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind, der Link zur Homepage von Gregor Staub mit dem Verweis auf die nächsten Veranstaltungen, u.a. in Görlitz, am 24. März 2015: http://www.gregorstaub.com/.

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Eine erfundene Geschichte, die wahr sein könnte...
Beim Wintercamp Febr.2014 sprachen wir mit ehemaligen Bewohnern von Deutsch-Ossig und erfuhren, wie sie die Umsiedlung wegen der nahenden Erweiterung des Tagebaus empfanden. Das war sehr emotional, so dass wir mit einer Geschichte die möglichen Gefühle von damals dokumentieren wollten.
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"Bei uns war es noch da oder wer hat Aschenbrödels Kleid entwendet?"

 

. . . Die Ausstellung zum beliebten Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Schloss Moritzburg bei Dresden ist am vergangenen Wochenende von Dieben heimgesucht worden. Seither fehlt eine Kopie des Ballkleides von Aschenbrödel. Der Verlust wurde erst im Laufe des Samstags entdeckt. Das Schloss erstattete Anzeige. Nach Aussage der Hausherren waren am Samstag Hunderte Besucher im Schloss. . . .

Überall war von diesem Diebstahl zu hören und zu lesen. Wenn man, so wie wir noch kurz zuvor selbst diese wunderschöne Ausstellung mit den herrlichen Kostümen gesehen hat, berührt einen diese Nachricht umso mehr. Vor allem Kinder sind von dieser wahrhaft märchenhaften Ausstellung bezaubert, aber auch Erwachsene zieht sie in ihren Bann. Geht es doch um einen Film, der seit vierzig Jahren immer wieder neue Generationen mit Genuss in die Märchenwelt abtauchen lässt.

Frau Wanzek hat es wieder mal geschafft, nicht nur einfach einen Ausstellungsbesuch zu organisieren – nein, für die DGhK-Gruppe gab es bereits eine Stunde vor der regulären Öffnungszeit eine entspannte und interessante Führung durch die Räume des Moritzburger Schlosses. Besonders als am Tage die Schlange der wartenden Besucher nicht abriss, wussten wir die Mühen unseres zeitigen Aufstehens zu schätzen. Die Ausstellung „gehörte“ nur uns, wir erfuhren Hintergründe zur Entstehung des Films, zu Schauspielern, Drehorten, Tricks und bemerkenswerte Hintergrundinformationen. Der Märchenfilm wurde als Kooperation von Studios in der damaligen CSSR und DDR unter anderem auch in Moritzburg gedreht. Viele nachgebildete Requisiten, lebensgroße Figuren oder Originalkostüme waren zu sehen. Ein amüsanter Höhepunkt bot sich uns dabei auch mit der Möglichkeit, selbst in historische Kostüme zu schlüpfen und Fotos davon zu machen.

Dem Grund, was diesen Film seit Jahren so populär sein lässt, sollte in einem Extra-Teil der Ausstellung nachgegangen werden. Als Besucher wurde man animiert, seinen eigenen Sehnsüchten nachzuspüren. Allem, was der Film assoziiert: die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren, nach Freiheit, Gerechtigkeit, Glück oder Wohlstand. Eine Pinnwand mit vielen Zetteln ließ Einblicke in einige Wünsche der Ausstellungsbesucher zu.

Trotzdem sicher jeder Jahr für Jahr diesen Märchenfilm im Weihnachts-Fernsehprogramm genießt oder gar auf DVD abrufbar hat, ließen es sich zum krönenden Abschluss einige „Fans“ nicht nehmen, die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im kleinen Vorführraum in einem Turmzimmer des Moritzburger Schlosses anzusehen, bevor wir uns an diesem strahlend-sonnigen aber windig-kalten Sonnabend wieder auf den Weg nach Hause machten.

Familie Förster

 

                 Was bitte macht der Vorstand der DGhK??

 

Anlässlich eines Elterngesprächskreises wurde im Gespräch untereinander die Frage gestellt, „was macht der Bundesvorstand der DGhK“. Gute Frage dachte ich mir. Ich nahm Kontakt zu Frau Mahn vom Vorstand auf und eine Woche später telefonierten Frau Schmidt und ich und lachend stellten wir beide fest: „So hatten wir uns das aber nicht gedacht“.

Folgendes war geschehen. Frau Mahn hatte uns Vorstandsprotokolle, Absprachen und diversen Unterlagen, die uns unter dem Begriff Transparenz vollkommen informierten, zur Verfügung gestellt. Und wir beide durften nun „virtuelles Papier“ wälzen. Nein, so hatten wir uns das nicht gedacht. Wir wolltens (so wie in manchen Schulen) „einfach“ haben.

Der (Bundes)vorstand der DGhk ist auf vielen Arbeitsfeldern zu finden. Im Ergebnis unserer Recherchen haben wir folgendes zusammengetragen.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit ist er auf den verschiedensten Bildungsveranstaltungen zu finden und vertritt die Belange und Interessen von Menschen, die über intellektuell höhere Begabungen verfügen, d. h. Begabungen, die den intellektuellen Durchschnitt der Bevölkerung übersteigen. Zu nennen wären da die Didakta (dt. größte Bildungsmesse), Symphosien zum Thema Begabtenbildung (u. a. in Meißen) und auch bildungspolitische Veranstaltungen. 2012 wurde in diesem Zusammenhang der Kongress „Migration und Begabung“ in Münster federführend mitgestaltet. Unterstützt bzw. begleitet werden auch Veranstaltungen wie z. B. „Die lange Nacht der Mathematik“ und die das Fibonacciprojekt. Zu erwähnen sind auch Kontakte zur Karg-Stiftung und eine sehr enge und fruchtbringende Zusammenarbeit mit dem deutschen Hochbegabtenverein Mensa e.V.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit sei die Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Begabtenforschung zu nennen. Die Installierung der gesamten ECHA-Ausbildung (europaweit anerkannte Abschlüsse in der Begabtenarbeit) ist von Fachleuten der DGhK unterstützt worden bzw. wird von ihnen auch evaluiert. Die Unterstützung von Examensarbeiten aller Art (Doktorarbeit, Master) fällt ebenfalls in die Zuständigkeit des Vorstandes.

Nicht unerheblich ist die finanzielle Unterstützung von Veranstaltungen, die z. B. von Schülern besucht werden. Sommercamps im Ausland sind nur ein Stichpunkt. Auch die Treffen der Kubussianer erhalten b. B. Unterstützung. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass „unsere“ Schüler, die Veranstaltungen der NAGS (Begabtenförderung in Großbritannien) besuchen, dies zu den dortigen Mitgliedskosten tun können. In diesen Bereich fallen auch die reduzierten Mitgliedsbeiträge für Familien, deren finanzielle Decke „dünner“ ist.

Nicht zu vergessen ist die Schulpolitik. Auch hier sind es immer wieder Interventionen und Wortmeldungen, die die Erinnerung wach halten, dass begabte Kinder nicht vergessen werden dürfen. Nur bei entsprechender Förderung wird aus einem „gifted child“ eine Leistungsexzellenz. Ein Umstand, der bildungspolitisch gern unter den Tisch gekehrt wird. Der Bereich Schule trägt auch das Lehrertelefon der DGhk. Dort stehen in Begabungsfragen erfahrene Pädagogen ihren Kollegen mit Rat und Hinweisen zur Seite.

Bei all diesen Aufgaben fallen die vierteljährlichen Zeitungen, die DGhK- Bundesflyer und die Unterstützung (auch finanziell) einzelner Mitglieder fast nicht auf. Sie sind aus meiner Sicht jedoch mindestens genauso wichtig wie sog. Großprojekte.

Was also macht der Vorstand? Viele Aufgaben und Funktionen nimmt er wahr, die dem Gemeinwohl dienen und die oft nach langen Kämpfen uns, „am Ende der Schlange“ viel Nutzen bringen.

E. Schmidt/K.Wanzek


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